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  • davidclemencio8

Italien - Ausrutscher auf dem Eurovelo, geschlossene Campings & Geisterstädte

Nach dem Südtirol führte unser Weg weiter in richtung Adria. Dabei fuhren wir grösstenteils auf den super präparierten Velowegen des Eurovelo. Dazu kam, dass es meistens bergab ging, wodurch wir easy 80 bis 100 km am Tag schafften.

Das einzige Mal, an dem ich über die Velowege fluchte war, als die Markierungen an einer Verzweigung neu gemacht wurden und ich auf der noch frischen Farbe ausrutschte.


Am wunderschönen Lago di Levico gönnten wir uns unseren ersten Ruhetag. Nachdem unsere Wäsche gewaschen war, war es an der Zeit sich um uns selbst zu kümmern. Wir beschlossen, den Tag im Wellness/Pool zu verbringen und eine mässig gute Pizza zu verspeisen.

Gestärkt davon waren wir nun bereit die nächsten Tage in Angriff zu nehmen.



Marc und ich bei einem kleinen Anstieg

Für die folgende Nacht fanden wir in der Nähe von Pederobba einen super Schlafplatz im Wald, der jedoch schwer zugänglich war. Unsere Zelte schlugen wir unter einem Kastanienbaum auf.

Wie fast immer kochten wir (zu dritt) für etwa 4-5 Personen. Trotz vollen Bäuchen und viel Proviant in den Saccochen konnten wir den frischen Marroni nicht widerstehen und so kam es, dass wir im Feuer die Kastanien kochten - Danke Marc fürs aufopfern deiner Pfanne! :D

Am Morgen wurden wir von einem erstaunten, pilzesuchenden aber uns-nicht-erwartenden Herrn überrascht. Nach einem kurzen Gespräch, in dem herauskam dass er und ein Freund das Plätzchen unterhalten - wo wir eine angenehme Nacht verbracht hatten - meinte er aber, es sei ok gewesen, dass wir dort geschlafen haben.


Von da waren es nur noch etwa 90 km bis ans Meer. Dort angekommen erwartete uns eine Geisterstadt (oder Geisterdorf?). Wir hatten entschieden nach Duna Verde zu fahren, wohl der Sommertourismusort schlechthin. Geschlossene Campingplätze, leere Mietwohnungen und verlassene Häuser empfingen uns. Trotz oder gerade wegen der bizarren Stimmung gönnten wir uns eine Abkühlung im doch ziemlich wilden Meer.


Da wir noch nichts eigekauft und noch weniger gegessen hatten, beschlossen wir noch ca. 10km bis nach Caorle zu fahren. Das Dorf lebte zum glück etwas mehr. Um unsere Ankunft am Meer zu zelebrieren gönnten wir uns ein Bierchen in der einzigen Bar direkt am Meer. Der Besitzer meinte noch er habe nur noch etwa 30 Minuten auf, aber für ein Bier reiche dies noch. Neugierig fragte er uns, woher wir seien und als er erfuhr, dass wir die ganze Strecke von Bern bis zu ihm mit dem Velo zurückgelegt hatten staunte er nicht schlecht und setzte gleich noch einen drauf. Plötzlich servierte er uns köstlichen Tintenfisch mit Kartoffeln und ein Stück selbstgebackenen Kuchen! Aus der halben Stunde wurden etwa zwei...


Niccola und wir auf dem Dach seiner Bar

Als wir Niccola fragten ob es einen Campingplatz hat in Caorle meinte er ja, am Ende des Strandes, jedoch wisse er nicht ob er noch offen sei. An besagtem Spot angekommen trafen wir tatsächlich einen geschlossenen Camping an. Trotz allem passierten wir die Barrieren und schlugen unsere Zelte etwas wind- und sichtgeschützt hinter einem kleinen Hügel auf.

Am nächsten Morgen, als wir an der Reception vorbeifuhren steunten die vier beschäftigten Typen drinnen nicht schlecht. Wir sagten , dass wir einchecken wollten. Zurück kam nur ein "va bene cosi!" - perfekt, wir bleiben also noch eine zweite Nacht! :D


nicht so schlecht der leere Camping, oder?

Nach ein paar weitern Bier bei Niccola einem entspannten Tag unter der adriatischen Sonne war es an der Zeit uns von unserem Cuseng Marc zu verabschieden. Sein Weg ging mit dem Zug wieder zurück in die Schweiz und in den Alltag. Danke für die tolle Gesellschaft!


Auch für uns gings weiter in Richtung Triest. Dort gönnten wir uns zum ersten Mal ein Airbnb. Davide, der Vermieter war völlig begeistert von unserem Projekt und meinte wir können sogar länger bleiben und ausschlafen, waschen, etc.


Triest markierte zugleich auch unseren letzten Stop in Italien.


Kurz vor Triest, von da an geht die Reise zu zweit weiter

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